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letzte Aktualisierung am 13.07.2011


Die Steirische Harmonika

Die diatonische, oder auch steirische Harmonika ist eine Weiterentwicklung der Mundharmonika. Seit ca. 1870 war die "Steirische" bereits so weit ausgereift, dass sie sich vom heutigen Standard kaum mehr unterscheidet.

Sie besteht aus dem Holzkasten, einer Tastatur, dem Balg und den Stimmstöcken. Diese Stimmstöcke mit den darauf angebrachten Metallzungen sind der alten Mundharmonika noch ähnlich. Die Tastatur ist in Form von Knöpfen in mehreren Reihen angeordnet. Jede dieser Reihen ist einer Tonart zuzuordnen, und je nachdem ob der Balg gedrückt oder gezogen wird, erklingen unterschiedliche Töne auf der Melodieseite, und die Dur oder die Septime dieser Tonart auf der Bassseite.

Der Bass der Steirischen wird auch öfter als Helikonbass bezeichnet (Helikon ist ein der Tuba ähnliches Instrument im Blasorchester). Die meisten Modelle werden drei,- vier- oder fünfreihig hergestellt. Gängige Tonarten für vierreihige Harmonikas wären zum Beispiel G - C - F - B oder A - D - G - C und F - B - Es - As. Eine Zeit lang gab es sogar umstellbare Harmonikas, wo mittels Umstellhebel noch weitere Tonarten spielbar waren. Die steirische Harmonika eignet sich im besonderen Maße zum Spielen alpenländischer Volksweisen.

Durch den charakteristischen Klang der steirischen Harmonika und der Möglichkeit, Melodie und Begleitung zugleich auszuführen, wurde das Instrument im Alpenraum auch immer beliebter, und verdrängte damals bevorzugte Instrumente wie Zither, Harfe und Hackbrett.

Die Tastenbelegung der Diskant- und Baßseite hat Christian Amon auf seine Seite wunderbar dargestellt.
 

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